Kasino Warnung

08.02.2008

Nachdem Hunderte von Spielern von dem großzügigen Begrüßungsbonus des Lucky Ace Kasinos ausgeschlossen wurden, stehen die Betreiber nach wie vor im Epizentrum eines ernst zu nehmenden und verbreiteten Protestes im Internet. Auch in der zweiten Woche der Krise gibt es nicht den geringsten Hinweis darauf, dass sich die Lucky Ace Betreiber mit dem Problem befassen würden.

Der „White Label Operation" [Führung eines Kasinos unter anderem Namen und durch andere Betreiber] , die sich im Besitz des Industrie Newcomers Kamay Holdings befindet und von dem in Gibraltar ansässigen Glücksspielunternehmen 888.com betrieben wird, wird Folgendes vorgeworfen:

* Ungerechtfertigte und wahllose Beschlagnahmung von Gewinnen und Boni, die die Spieler rechtmäßig und den AGBs entsprechend gewonnen haben.

* Unspezifische Anschuldigungen wegen „Bonus Missbrauchs" gegen Spieler, die gewonnen haben.

* Keine rechtzeitige Vorweisung von Spielprotokollen auf Anfrage der betroffenen Spieler.

* Werbung mit dem eCogra Siegel, obwohl sie dieses Siegel nie rechtmäßig erhalten und sich weder den Inspektionen, noch den regelmäßigen Überprüfungen dieser gemeinnützigen Organisation zum Schutz der Spieler unterzogen haben.

* Versendung von Spam emails an Affiliates, um das Unternehmen zu vermarkten.

Schon wenige Tage nach Eröffnung konnte man in den Foren eine alarmierende Anzahl an Beschwerden gegen Lucky Ace lesen, in denen sich Spieler über ungerechtfertigte Disqualifikationen wegen Bonusmissbrauchs beklagt haben und sogar die ersten Schlichtungsverfahren eröffnet wurden.

Die Beschwerden haben alle ähnlichen Inhalt: Spieler tätigen Einzahlungen und erhalten einen Match Bonus; das Spiel entspricht den im Kasino veröffentlichten AGBs, wonach man nur in zugelassenen Spielen gewinnen kann; die Spieler wollen sich auszahlen lassen und stellen fest, dass ihr Konto mit der Begründung geschlossen wurde, dass das Kasino Ausweispapiere der Betroffenen benötige. Die Sicherheitsbeauftragten des Kasinos unterrichten die Spieler davon, dass ihr Spiel als „Bonus Missbrauch"eingestuft wurde, geben jedoch keine weiteren Erklärungen dazu ab, wie sie zu diesem Beschluss kommen. Letztendlich werden alle Gewinne und Boni einbehalten und nur die getätigte Einzahlung an die Spieler zurück gegeben.

In vielen Fällen erklären die Spieler, dass sie diese schlechte Erfahrung bei ihrem ersten und einzigen Besuch des Kasinos gemacht haben.

Die Beschäftigten, die bereits bei 888.com langjährige Erfahrungen gesammelt haben, müssten eigentlich wissen, dass ein Spieler, der sich an die AGBs des Unternehmens hält und sich nichts hat zu Schulden kommen lassen, ausgezahlt werden muss. Sollte das Kasino aus irgendwelchen Gründen keine Geschäfte mit dem Spieler tätigen wollen, so muss dieser bereits bei der Registrierung ausgeschlossen werden – und nicht später.

Wenn ein Kasino das Konto eines Spielers sperren möchte, so kann es dies selbstverständlich unter Nutzung seines Hausrechts tun – aber erst, nachdem es dem Spieler das Geld ausbezahlt hat, das er unter Berücksichtigung der AGBs des Kasinos rechtmäßig gewonnen hat.

Bis dieses Debakel, das zahlreiche geschlossene Konten betrifft, endgültig gelöst ist, sollten die Spieler weiterhin sehr vorsichtig mit diesem Neuling sein, von dem auch behauptet wird, dass russische Beziehungen eine Rolle spielen. Die Fragen der Spieler häufen sich, wie seriös denn tatsächlich die Nachforschungen von 888.com betrieben wurden, bevor sie dieses problematische „White Label" Unternehmen mit dem Risiko ins Boot nahmen, dem eigenen Ruf zu schaden.

 

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