Deutsche Fußball Liga unterstützt Klage des VfB Stuttgart

17.02.2008

Wie der „Kicker“ vom 14.02.2008 berichtete, reagiert der deutsche 1.Liga Verein VfB Stuttgart gegen das Werbeverbot für seinen ehemaligen Sponsor Bwin mit einem neuen Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Stuttgart. Der Verein erwägt, im Erfolgsfall eine Schadensersatzklage einzuleiten. Dieses Vorgehen sei von der DFL (Deutsche Fußball Liga) sehr begrüßt worden.

Hintergrund ist der am 1.Januar 2008 in Kraft getretene Glücksspielstaatsvertrag, der privaten Wettanbietern das Geschäft und auch die Werbung dazu in Deutschland untersagt. Bereits im vergangenen Jahr haben Vertreter der Fußballvereine und -verbände mit Politikern das Gespräch gesucht, um den Glücksspielstaatsvertrag zu verhindern, da die Durchsetzung dieses Vertrags den Verlust zahlreicher wichtiger Sponsoren bedeuten würde. Letzteres ist nun der Fall.

Liga-Präsident Dr.Reinhard Rauball schätzt, dass dem Profifußball jährlich 100 bis 300 Millionen Euro an Einnahmen verloren gingen. Der Stuttgarter Präsident Erwin Straudt hält dies „für einen eindeutigen Verstoß gegen die EU-Wettbewerbskriterien“. Bwin sei bereits in Deutschland schon mehrfach die Werbung untersagt worden, in Portugal hingegen dürfe das gleiche Unternehmen sogar als Namenssponsor für die gesamte Liga auftreten.

Daher hoffen die Fußballvertreter nicht nur im eigenen Sinne darauf, dass die EU-Kommission Deutschlands Glücksspielstaatsvertrag kippen wird, sondern auch für die Zukunft der gesamten Fußball Liga. Wie bereits in vorherigen Nachrichten berichtet wurde, hat die EU gegen Deutschland ein Verfahren wegen Vertragsverletzung eingeleitet, das zu einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof führen kann.

 

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