Keine Hoffnung für amerikanische Spieler?
Sogar schon vor dem Internet Glücksspiel Prohibitionsgesetz von 1997 konnten online Spieler nur mit allergrößten Schwierigkeiten in ihren Lieblingskasinos spielen.
Amerikaner konnten immer schon in Las Vegas und Atlantic City spielen – und das wird ihnen niemals jemand wegnehmen. Ganz im Gegenteil – immer mehr Kasinos aus Stein und Mörtel öffnen ihre Pforten auf Indianerreservaten. Dennoch stehen die Gesetze für das online Glücksspiel auf einem völlig anderen Blatt geschrieben.Einige Staaten, wie Utah, versuchten das online Glücksspiel im Keim zu ersticken, sobald es im Internet auf kam. Während andere Staaten sich dazu entschlossen, dieses Thema zu ignorieren, schaltete sich die Regierung der Vereinigten Staaten dazu ein. Das 1961 verabschiedete interstaatliche Datenübertragungsgesetz besagt, dass das Angebot oder die Annahme von Wetten per Telefon oder anderen entsprechenden Leitungen illegal ist, außer es wird durch die lokale Gesetzgebung freigegeben. Die Regierung der Vereinigten Staaten befand es daher als illegal, Möglichkeiten des online Glücksspiels in den Vereinigten Staaten anzubieten.
Daraus resultierend wird online Glücksspiel ausschließlich von Unternehmen angeboten, die außerhalb der Vereinigten Staaten betrieben werden. Viele online Glücksspielseiten werden von kleinen Inselstaaten, wie Antigua und Barbuda oder Zypern, aus betrieben. Das hält die Justizbehörden der Vereinigten Staaten jedoch in keinster Weise davon ab, diese Unternehmen wegen Verstoßes gegen das Interstaatliche Datenübertragungsgesetz zu verfolgen.
Das Internet Glücksspiel Prohibitionsgesetz von 1997 sollte als überarbeitete Version des Datenübertragungsgesetzes das online Glücksspiel definitiv verbieten. Dennoch wurde das Gesetz vom Repräsentantenhaus zunächst zurückgehalten, da befürchtet wurde, das Gesetz könne den online Kommerz negativ beeinflussen.
Heutzutage scheuen sich viele online Kasinos aus Angst vor gesetzlicher Verfolgung davor, Spieler aus den USA zu akzeptieren. Jene, die amerikanische Spiele doch akzeptieren, stehen vor einem weiteren Problem. Die Maßnahmen der Vereinigten Staaten, online Glücksspiel zu unterbinden, beschränken sich nicht auf die strafrechtliche Verfolgung von online Glücksspielseiten, die ja ohnehin außerhalb des US Hoheitsgebiets ansässig sind. Stattdessen werden Kreditkarten und Überweisungen kontrolliert. Alle Transaktionen von und zu Glücksspielkonten werden aus Angst vor den amerikanischen Gesetzen von US Banken geblockt.
Was kann ein amerikanischer Spieler also tun? Zuallererst muss er ein Kasino finden, das Spieler aus den USA akzeptiert, und davon gibt es nach wie vor jede Menge. Anschließend muss man eine so genannte e-Börse anlegen. Eine e-Börse ist das Konto eines Dritten, auf das man Geld überweisen kann. Wenn sich das Geld erst mal auf der e-Börse befindet, kann man von dort aus das Geld zu seinem online Kasino überweisen.
Sogar e-Börsen funktionieren nicht in jedem Fall. Einige der bekanntesten e-Börsen, wie PayPal, haben ihre Dienstleistungen für online Kasinos und Poker Rooms gesperrt. Das heißt, dass man eine weitere e-Börse eröffnen muss, auch wenn man bereits im Besitz einer ist, nur um eine Einzahlung vorzunehmen zu können. Andererseits verstehen die online Kasinos, welche Hölle amerikanische Spieler durchlaufen müssen, um Spielen zu können, und bieten daher spezielle Boni für e-Börsen Nutzer. Macht Euch schlau und Ihr werdet herausfinden, dass man zusätzliche 5, 10 oder gar 15 Prozent Rabatt erhält, wenn man sich mit einer e-Börse anmeldet. Es gibt also doch noch Hoffnung für amerikanische Spieler!
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